Schachabteilung Blau-Weiß Concordia Viersen

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2. Mannschaft

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9. Spieltag  (25. 5. 2003)
 
Concordia II - Springer St. Tönis III   4 : 4
 

Die Schlußrunde der Bezirksklasse wurde wie im Vorjahr zentral gespielt; über dreißig Mannschaften kamen hierfür nach Kleve.

Für die 2. Mannschaft ging es dabei um den Klassenerhalt: Nachdem in den vorigen Runden jedesmal ein Quentchen Glück zum Mannschaftssieg fehlte, mußte nun im Spiel gegen den Tabellen-Neunten St. Tönis III mindestens ein 4 : 4 her, um den 8. Tabellenplatz zu halten, der den sicheren Verbleib in der Bezirksklasse bedeutete. Dieses 4 : 4 haben wir geschafft, für mehr hat es wieder nicht gereicht.

Dabei begann der Kampf recht gut. Harald Brando (Brett 4) spielte sehr schnell, spulte sein Programm herunter und hatte nach gut einer Stunde Remis erreicht. An den übrigen Brettern sah es eher gut für uns aus. Nur Jürgen Cohnen (Brett 7) stand etwas flatterig, und ich selbst (Brett 1) hatte mich in der Eröffnung auf dem falschen Fuß erwischen lassen und wurstelte an einer passiven Stellung ohne Gegenchancen herum.

Fritz Alsdorf (Brett 8) machte den ersten ganzen Punkt für uns. Er hatte früh einen Freibauern nach d 6 vorgebracht und Läuferdiagonalen gegen die schwraze Königsstellung geöffnet. Mehrere züge lang konnte er eine Qualität gewinnen, griff aber nicht zu, sondern hielt den Druck so lange aufrecht, bis er mit seinem Freibauern weiter vorziehen konnte. Sehr schön gespielt!

Norbert Weibes (Brett 3) setzte seine Erfolgsserie aus der Vereinsmeisterschaft leider nicht fort. Er verlor eine Qualität, gewann dafür zwei Bauern, die zur Kompensation reichen sollten. Dann stellte er aber seine Figuren so unpassend auf, daß er einen Läufer, mehrere Bauern und die Partie verlor.

Herbert Caummans (Brett 5) gewann einen Freibauern und bekam ein vorteilhaftes Endspiel mit Damen und Türmen, wußte aber nicht so recht weiter. Nachdem die Türme getauscht waren, brachte er seinen eigenen König in Gefahr und hätte die Partie beinahe verloren - wenn sein Gegner gemerkt hätte, welche Möglichkeiten er auf einmal hatte. Zum Glück merkte er es nicht, und Herbert hatte die Geistesgegenwart, Remis anzubieten, das gerne angenommen wurde.

Bald darauf brachte Paul Küllertz (Brett 6) uns wieder in Führung. Paul spielte gegen die Königsindische Verteidigung das Sämisch-System, wobei es zu einem ungewöhnlichen Aufbau kam: Schwarz rochierte kurz und rückte mit den Bauern am Königsflügel vor, ohne Bauern zu tauschen und Linien zu öffnen; Weiß rochierte lang und rückte am Damenflügel vor. Nachdem er die c-Linie geöffnet hatte, konnte Paul in die gegnerische Stellung eindringen und alles klar machen.

Danach gab Jürgen Cohnen seine Partie auf. Er hatte einen Bauern verloren, dann zurückgewonnen, war dafür mit seinem König mitten aufs Brett gewandert, wo er den gegnerischen Angriffen ausgesetzt war. Also mußte er Material abgeben, um den König zu retten, und landete schließlich in einem Endspiel mit einer Qualität weniger, das aufgrund seines abseits stehenden Königs verloren war.

Michael Oehlers (Brett 2) holte schließlich den erlösenden vierten Punkt. Er hatte offensiv begonnen, eine Qualität gegen mehrere Bauern geopfert und seine Figuren zum Angriff auf den gegnerischen Königsflügel gruppiert. Der Gegner versuchte noch, mit einem Läuferopfer Linien zu öffnen; aber Michael ließ sich auf kein Risiko ein und nahm erst dann Material vom Brett, als sein Angriff auf die Königsstellung unaufhaltbar war.

Darauf hatte ich nur noch gewartet. Ich hatte in Zeitnot einen Qualität gegen einen Bauern geopfert, nach dem erzwungenen Damentausch aber immer noch kein Gegenspiel bekommen und konnte nicht verhindern, daß der Gegner einen Turm auf meiner 7. Reihe plazierte. Beim Stand von 4 : 3 für uns gab ich daher auf, ohne mir den Rest zeigen zu lassen.

Mit diesem 4 : 4 haben wir unser Minimalziel, einen sicheren Tabellenplatz, erreicht, auch wenn das Gesamtergebnis mit nur einem Mannschaftssieg und zwei Unentschieden ziemlich mager ist. Die besten Einzelleistungen brachten Paul Küllertz mit 5½ Punkten aus 7 Partien und Frank Heinrichs, der nur fünf mal spielte und alle fünf Partien gewann. Aber auch alle anderen Spieler haben sich bemüht, mal mit mehr, mal mit weniger Glück und Erfolg.

In der nächsten Saison werden wir uns mit neu aufgestellten Mannschaften neu orientieren; dann wollen wir zeigen, daß wir das Siegen nicht verlernt haben!

Christoph Hollender


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     Stand: 4. Juni 2003