Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

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3. Mannschaft

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7. Spieltag  (19. 4. 2009)

Concordia Viersen III - Schachfreunde Süchteln III   6 : 2
 

Die 3. Mannschaft stand in dieser Saison knapp davor, eine uralte Bestmarke zu erreichen: Seit 23 Jahren hat keine Concordia-Mannschaft mehr alle Spiele einer Saison in vollständiger Stamm-Aufstellung gespielt. Diesmal haben wir es bis zum vorletzten Spiel geschafft. Doch ein paar Tage vor dem letzten Saisonspiel stellte sich heraus, daß wir für das letzte Saisonspiel umstellen mußten.

Unser Senior Fritz Alsdorf sollte sich nach einer Augenoperation schonen – was ihn nicht davon abhielt, für 2 Stunden zum Zuschauen zu kommen. Als würdigen Ersatz für Fritz haben wir kurzfristig Joachim Schmäck reaktiviert. Zudem wurde Mannschaftsführer Ingo zu einem Einsatz in der 1. Mannschaft berufen; an seiner Stelle übernahm ich die Aufgaben des Mannschaftsführers und Gastgebers, und Ralph schlüpfte in die Doppelrolle als Zuschauer sowohl beim Heimspiel der 3. als auch beim Auswärtsspiel der 1. Mannschaft.

Die Gäste aus Süchteln traten heute ebenfalls mit 7 Stammspielern und einem erfahrenen Ersatzmann an.

Schon in der ersten halben Stunde zeichnete sich an drei Brettern eine schnelle Entscheidung zu unseren Gunsten ab. Nach 10 Zügen hatte Chuong eine Figur gegen einen Bauern mehr, Natascha eine Figur und einen Bauern, und Roman zuerst einen frühen Figurengewinn ausgelassen und dann mit einer Springergabel die Dame gewonnen. Alle drei Partien endeten nach weniger als einer Stunde.

(Brett 3)   Simon von Hall – Chuong Lee   0 : 1
Chuong war als erster fertig. Nachdem sein Gegner früh eine Figur eingestellt hatte, zerstörte Chuong mit einem Opferangriff die geschwächte weiße Königsstellung. Den letzten Rest brauchte er nicht mehr zu zeigen.

(Brett 7)   Lucas Gartz – Natascha Kraft   0 : 1
Natascha hatte heute leichtes Spiel. Schon in der Eröffnung gewann sie eine Leichtfigur; dann ärgerte sie ihren jungen Gegenspieler mit einer Springergabel, die einen Turm einbrachte. Im Endspiel vergrößerte Natascha ihren Vorteil bis zum Partiegewinn.

(Brett 6)   Roman Ronken – Lothar von Hall  1 : 0
In einer ungewöhnlichen Eröffnungsstellung mit vielen taktischen Möglichkeiten ließ Roman die erste Chance ungenutzt. Bei der zweiten Chance gewann er die Dame. Danach jagte er den schwarzen König mit Drohungen und Schachgeboten, bis er sich schließlich im Mattnetz verfing.

Nach dieser schnellen Führung tat sich erst einmal nichts. Die übrigen Partien wurden langsamer gespielt und standen lange Zeit weitgehend ausgeglichen.

(Brett 2)   Harald Brando – Gerhard Bormann   1 : 0
Harald kam gut aus der Eröffnung, setzte dann aber nicht ganz konsequent fort und war nunmehr mit seiner (in etwa ausgeglichenen Stellung) nicht zufrieden. Beim Übergang ins Endspiel sah er schließlich seine Chance, brach im richtigen Moment aus einer Abtauschkombination aus, gab ein Grundreihenschach und erhielt dadurch die Dame gegen Turm und Springer. Wenig später gewann er auch noch den Springer, damit war die Partie beendet.

(Brett 4)   Dieter Anstötz – Samuel von Hall   1 : 0
Dieter wählte zunächst einen ruhigen, geschlossenen Aufbau. Als er mit einem Flankenangriff am Damenflügel aktiv wurde, antwortete sein Gegner mit einem fruchtlosen Gegenangriff am Königsflügel. In der Folge eroberte Dieter das Zentrum und gewann dort eine Figur. Im Endspiel beherrschte er mit einem Turm auf der 7. Reihe und einer mächtig postierten Dame das Feld und konnte schließlich den in die Ecke gedrängten schwarzen König mattsetzen.

(Brett 5)   Manfred Tanz – Tobias Graven   1 : 0
Nach ausgeglichener Eröffnung kam Tobias im Mittelspiel ein Bauer abhanden. Zwei vorgerückte weiße Zentrumsbauern sorgten für einige Gefahr, doch Tobias konnte den einen abtauschen und den anderen aufhalten und schließlich erobern. Trotzdem behielt sein Gegenspieler das bessere Endspiel und sorgte für den „Ehrentreffer” für die Gäste.

(Brett 1)   Maik Borger – Andreas Wilschrey   ½ : ½
Andreas´ Partie erschien mir jederzeit chancenreich für beide Seiten. Nachdem der Mannschaftskampf entschieden war und keiner der beiden Spieler einen entscheidenden Vorteil entdecken konnte, einigten sie sich in unklarer Stellung auf Remis.

(Brett 8)   Joachim Schmäck – Heiko Prill   ½ : ½
Joachim zeigte in seinem ersten Mannschaftsspiel seit fast sieben Jahren großen Kampfgeist und spielte die längste Partie des Tages. Er ließ einen Bauernraub auf b2 zu und beantwortete ihn mit einem Angriff am Königsflügel. Sein Gegenspieler zeigte allerdings, daß er die Verteidigung beherrschte. Nachdem die meisten Figuren abgetauscht waren und Joachim im Endspiel keine Chance zum Sieg mehr sah, akzeptierte er schließlich ein Remisangebot.

So endete das Spiel mit einem 6:2-Sieg für die 3. Mannschaft – der dritte Sieg in Folge.

Ein kurzes vorläufiges Fazit: Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen, die mit drei leicht erspielten Siegen einen hoffnungsvollen Ausklang fand. Mit drei Mannschaftssiegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen schaffte die Dritte eine positive Bilanz und erreicht einen guten 4. Tabellenplatz.

Wir freuen uns auf die Saison 2009-2010 !

Christoph Hollender

 

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Stand: 19. April 2009