Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

2. Mannschaft

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6. Spieltag  (12. 2. 2012)

Concordia Viersen II - Schachfüchse Kempen II   5 : 3
 

Eine Woche vor Karneval begrüßten wir die Gäste aus Kempen zum Mannschaftsspiel in der Bezirksklasse. Die Stube war schon festlich dekoriert, und etwas davon färbte vielleicht auch auf den Spielverlauf ab. So gab es einige heitere Wortwechsel, und auf manchen Brettern war ein munteres Treiben zu bestaunen.

Wir traten am heutigen Spieltag wieder in kompletter Stammformation an. Die Gäste aus Kempen mußten auf zwei Stammspieler verzichten, ein Jugendlicher und ein Senior rückten dafür als Vertretung ein und machten ihre Sache gut.

Wie man beim Spiel zweier Tabellennachbarn erwarten kann, wurde es ein langwieriger Kampf, der lange ausgeglichen stand. Nur die Partie am 8. Brett endete früh, da beide Spieler recht schnell zogen, und nur eine Partie dauerte weniger als 40 Züge. Nach mehr als drei Stunden Spieldauer neigte sich dann die Waage allmählich zu unseren Gunsten.

(Brett 8)   Harald Brando – Heinz Pommerening   ½ : ½
Harald verkombinierte sich im Mittelspiel und verlor dadurch eine Figur gegen zwei Bauern. Später gewann er die Figur zurück und behielt einen Mehrbauern, das resultierende Turmendspiel war aber nicht zu gewinnen.

(Brett 3)   Karl-Heinz Ruland – Chuong Lee   0 : 1
Chuong war nach der Partie mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden, wir anderen nahmen Partie und Ergebnis wohlwollend auf. Nach der Eröffnung stand Chuong etwas eingeengt, gewann dann aber eine Qualität und konnte sich zugleich befreien. Sein Gegner versuchte es daraufhin mit einem Opfer-Angriff am Königsflügel, gegen den Chuong sich präzise verteidigte. Im Endspiel gewann er letztlich mit einem ganzen Turm mehr auf dem Brett.

(Brett 2)   Andreas Wilschrey – Ljubomir Pantic   1 : 0
Andreas hatte früh Raumvorteil, während sein Gegner sich nur passiv verteidigte. Im letzten Abschnitt der Partie nutzte Andreas seine überlegene Stellung und die ungünstige Positionierung der schwarzen Figuren zu einem Opfer-Angriff am Königsflügel, der in wenigen Zügen zum Sieg führte.

(Brett 1)   Lukas Wolzendorff – Wolfgang Rothkugel   0 : 1
Wolfgang und sein Gegner führten lange Zeit einen scharfen Kampf um die Beherrschung des Zentrums. In der Phase der beiderseitigen Zeitnot gelang es Wolfgang, seine Figuren besser zu gruppieren, und so gewann er einen Läufer, der an den vorgerückten weißen König gebunden war. Nachdem die Zeitkontrolle geschafft war, blieb ein Turmendspiel auf dem Brett, in dem Wolfgang eine glatte Mehrfigur hatte; den Rest ließ der junge Kempener sich nicht mehr zeigen.

(Brett 7)   Janos Szombati – Herbert Caumanns   ½ : ½
Herbert kam nach ausgeglichener Eröffnung im Mittelspiel ein Bauer abhanden. Bevor sein junger Gegner den Vorteil für sich nutzen konnte, machte Herbert die Partie auf andere Weise spannend: Mit einem Turmopfer zog er den weißen König hinaus aufs Feld und versuchte, ihn in einem Mattnetz zu fangen. Der Gegner fand aber einen Ausweg, opferte einen Turm zurück und erreichte schließlich durch Zugwiederholung ein Remis.

(Brett 6)   Reinhold Schneider – Ralf Frischknecht   ½ : ½
Reinholds Partie stand fast durchgehend ausgeglichen. Erst beim Übergang ins Turmendspiel erhielt Reinhold einen kleinen Stellungsvorteil in Form eines Freibauern; der genügte jedoch nicht zum Partiegewinn. Dafür brachte Reinholds Remis uns den halben Punkt ein, der den Mannschaftssieg sicherstellte!

(Brett 4)   Norbert Weibes – Andreas Elsner   ½ : ½
Norbert sorgte nach der Eröffnung für eine Bauernschwäche im gegnerischen Lager, die er dann systematisch angriff, während sein Gegenüber sich mit aktivem Spiel gut verteidigte. Erst bei der Abwicklung ins Turmendspiel gelang es Norbert, den Mehrbauern zu erobern. Er konnte seinen Vorteil aber nicht lange behalten, und danach ging es den gewöhnlichen Weg der Turmendspiele: Beide Seiten bekamen einen Freibauern, kein Bauer kam durch und am Ende wurde es Remis.

(Brett 5)   Andreas Jütten – Jürgen Cohnen   1 : 0
Nachdem die übrigen Partien beendet waren, überließ Jürgen den Kempenern den verdienten Ehrenpunkt. Im Mittelspiel geriet Jürgens Königsstellung unter Beschuß, und Jürgen hatte Glück, als sein Gegner bei knapper werdender Bedenkzeit einen gewinnbringenden Schlag verpaßte. Nach der Zeitkontrolle ließ Jürgen die Abwicklung in ein ruhiges Turmendspiel mit kleinem Vorteil aus. Am Ende verlor er mehrere Bauern, während der Freibauer, auf den er seine Hoffnungen setzte, es nicht bis zur Umwandlung schaffte.

Mit dem zweiten Mannschaftssieg in Folge sind wir unserem Ziel, einem Platz im gesicherten Mittelfeld, ein gutes Stück näher gekommen. In dieser Form kann es gerne weitergehen, wenn wir als nächstes auf den Tabellen- und Ortsnachbarn Nettetal treffen.

Wir danken unseren Zuschauern für die moralische Unterstützung. In der „kleinen Fankurve” waren heute Ralph, Joachim und Chef-Kaffeekocher Christoph.

Das nächste Spiel der 2. Mannschaft ist am Sonntag, den 4. März, ein Auswärtsspiel bei der SG Nettetal II.

Christoph Hollender

 

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Stand: 12. Februar 2012