Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

2. Mannschaft

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7. Spieltag  (10. 4. 2011)

SG Rochade Krefeld II – Concordia Viersen II   2½ : 5½
 

Im letzten Spiel der Saison waren wir zu Gast bei der SG Rochade Krefeld II. Vor dem Spiel waren die Rollen klar verteilt: Wir hatten den 3. .Platz in der Bezirksklasse sicher, die Krefelder standen mit praktisch uneinholbarem Rückstand auf dem letzten Platz.

In unserer Aufstellung fehlte heute Herbert, für ihn spielte wieder Wolfgang, und ich übernahm die Aufgabe des Mannschaftsführers. (Wobei ich nebenher lernte, daß es zu den Aufgaben eines guten Mannschaftsführers gehört, Zigaretten zu holen – darüber waren sich Spieler beider Mannschaften einig.) Auch die Krefelder traten mit Ersatz an; zudem erschien Andreas´ Gegner nicht, so daß wir nach einer Stunde den ersten Punkt kampflos bekamen.

(Brett 2)   Roger Esch – Andreas Wilschrey   0 : 1 (kl)

Bald folgten die ersten erspielten Resultate.

(Brett 7)   Harald Brando – Rainer Flock   1 : 0
Harald konnte im Mittelspiel eine Qualität gewinnen, verzichtete aber darauf, weil im Gegenzug seine Stellung am Damenflügel arg brüchig geworden wäre. Statt dessen suchte er seine Chancen im Zentrum, wo er Vorteil besaß. Mit Erfolg: nachdem sein Gegner einen „vergifteten” Bauern schlug, drang Harald tief in die Stellung ein und beendete die Partie mit einem zweizügigen Matt.

(Brett 1)   Norbert Weibes – Siegmund Böhm   0 : 1
Norbert übersah einen Angriff am Königsflügel und geriet in Schwierigkeiten. Mit der richtigen Verteidigung hätte er sich auf Kosten von 1-2 Bauern aus der Affäre ziehen können. Statt dessen brachte er sich mit einem weiteren Fehlzug in eine komplette Verluststellung und gab auf.

(Brett 6)   Roland Friedrich – Josef Der   ½ : ½
Josef gelangte im Mittelspiel in eine weitgehend geschlossene Stellung, in der beide Seiten kaum Aussicht auf eine wirkungsvolle Initiative hatten. Bei insgesamt gutem Stand für unsere Mannschaft nahm Josef folgerichtig ein Remisangebot an.

An den übrigen Brettern sah es inzwischen so aus, daß Chuong zunehmend unter Druck stand, Jürgen hatte materiellen Vorteil und stand auf Gewinn, Reinhold war mit einer Figur in Rückstand, Wolfgangs Stellung schätzte ich als eher vorteilhaft ein. Insgesamt rechnete ich mit einem knappen Sieg. Eine Vorentscheidung zu unseren Gunsten fiel, als Reinhold seine Partie aus dem Feuer reißen konnte.

(Brett 5)   Reinhold Schneider – Gerhard Froese   1 : 0
Reinhold geriet nach der Eröffnung in eine ungewohnte Stellung. Dann übersah er eine Bauerngabel und verlor eine Figur, bewahrte sich dafür wenigstens Möglichkeiten zum Gegenangriff. Nachdem er eine bessere Aufstellung für seine Figuren gefunden hatte, gelang ihm dann der Gegenschlag: Mit zwei, drei guten Zügen gewann er erst die Figur zurück und vergrößerte seinen Vorteil dann noch weiter bis zum Sieg.

(Brett 4)   Ernst Leimkühler – Jürgen Cohnen   0 : 1
Jürgen spielte heute eine rundum gelungene Partie. Nach dem ersten Fehler seines Gegners gewann er eine Qualität und setzte dann den Angriff durch die Mitte fort. Bis zum Ende der Partie drehte sich nun fast alles um das Feld e2 und dessen Nachbarfelder. Jürgen drang mit seinen Schwerfiguren in die Stellung ein, zwang die unbeweglichen weißen Figuren auf schlechte Felder und eroberte nach und nach weiteres Material, am Schluß war er mehrere Figuren im Vorteil.

(Brett 3)   Chuong Lee – Klaus Kubik   0 : 1
Chuong gewann früh in der Partie einen Bauern. Danach wählte er eine zweischneidige Fortsetzung, um die Partie nicht verflachen zu lassen, und sah sich bald einem Gegenangriff ausgesetzt. Nun machte es sich bemerkbar, daß Chuong seine Entwicklung noch nicht abgeschlossen hatte. Sein König in der Mitte war ständig bedroht, und mit immer neuen Drohungen gewann sein Gegner nach und nach mehrere Bauern. Die Stellung war für Chuong schon verloren, als er in der gegnerischen Zeitnot auch noch eine Figur einstellte. Schade, so endete für ihn eine lange Serie von ungeschlagenen Partien.

(Brett 8)   Tobias Schmandt – Wolfgang Rothkugel   0 : 1
Wolfgang kündete bereits am Anfang an, daß er seine hundertprozentige Erfolgsquote auch beim fünften Einsatz in der 2. Mannschaft fortführen wolle. Was er dann auch tat, aber der Weg dorthin war nicht einfach. Im Mittelspiel nutzte Wolfgang seine bessere Stellung, um sich einen Materialvorteil von zwei Leichtfiguren gegen einen Turm zu verschaffen, dafür drang die weiße Dame mit starken Drohungen in seine Stellung ein. Es dauerte nun einige Zeit, bis Wolfgang seine Figuren aktivieren konnte. Nachdem er dies geschafft hatte und seinerseits Drohungen gegen den weißen König aufs Brett brachte, wurde sein Vorteil wieder deutlich. Beim langen Nachdenken über den 31. Zug überschritt sein Gegner die Zeit.

Mit diesem Sieg endete eine gute und erfolgreiche Saison. Gegen die beiden stärksten Mannschaften der Bezirksklasse hatten wir das Nachsehen, ansonsten gewannen wir alle Mannschaftskämpfe. Daran hatten alle Spieler der Mannschaft ihren Anteil. An den vorderen Brettern waren Andreas und Chuong die erfolgreichsten Punktesammler, und hinten hatten wir einen ganz starken Rückhalt mit Wolfgang, Jürgen und Paul, die zusammen acht Partien spielten und alle acht gewannen. So freuen wir uns jetzt schon auf die nächste Saison in der Bezirksklasse. 

Die angedachte kleine Saisonabschlußfeier fiel aus, weil fast alle für den Rest des Tages andere Pläne hatten. So beendeten wir die Tour nach Krefeld zu zweit in einem jugoslawischen Grill-Restaurant, wo Wolfgang zur Erinnerung an unseren Besuch auf dem Kempener Weihnachtsmarkt eine Portion Schnibbelskuchen bestellte. Auch diesem Lokal verleihen wir das Prädikat „empfehlenswert”.

Christoph Hollender

 

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Stand: 10. April 2011