

7. Spieltag (2. 5. 2010)
Concordia Viersen II – Springer St. Tönis III 3½ : 4½
Zum Abschluß der Mannschaftssaison hatte unsere Zweite nochmals Heimrecht gegen Springer St. Tönis III. Beide Mannschaften hatten bereits vor dem Spiel einen guten Mittelfeldplatz sicher und konnten unbeschwert aufspielen.
Allerdings wäre das Spiel beinahe ganz gescheitert, weil unser angestammtes Spiellokal in der Rollstuhlfahrer-
Nach dem verzögerten Beginn ging es dann schnell zur Sache. Um 12 Uhr war bereits die Hälfte der Partien vorbei, und auch die übrigen Partien endeten vor der Zeitkontrolle. Anfangs hatten wir die Vorteile auf unserer Seite. Später schien beim Zwischenstand von 3 : 2 ein knapper Sieg oder ein Unentschieden möglich, auch eine knappe Niederlage war nicht auszuschließen. Leider wurde es am Ende letzteres.
(Brett 3) Heribert Kaiser – Jürgen Cohnen ½ : ½
Das erste Ergebnis des Tages war ein ereignisloses Remis.
(Brett 7) Robert Fedler – Harald Brando 0 : 1
Harald und sein jugendlicher Gegner kamen im Schnellschach-Tempo ins Endspiel. Mit einer Fesselung gewann Harald einen Bauern. Nach dem Abtausch der letzten Figuren hatte er dann das nötige Reserve-Tempo, um den gegnerischen König in Zugzwang zu bringen und so die Partie zu gewinnen.
(Brett 4) Herbert Caumanns – Rupert Schellkes ½ : ½
Herberts Gegner erinnerte vor Beginn des Mannschaftskampfs an eine Partie vor einigen Jahren, in der der St. Töniser früh Herberts Dame gewonnen hatte. Nach meiner Erinnerung war es damals nicht die Dame, sondern der König gewesen. Diesmal beugte Herbert aber allem Unbill vor und schloß früh Remis.
(Brett 5) Joachim Pötzsch – Reinhold Schneider 0 : 1
Reinhold baute unsere Führung weiter aus. Aus dem Nichts heraus gewann er eine Figur und damit die Partie.
(Brett 8) Joachim Schmäck – Walter Schüller 0 : 1
Joachim und sein Gegner spielten eine von beiden Seiten scharf angelegte Partie. Joachim vermeintlicher Stellungsvorteil hielt diesmal nicht. Mit einem Läuferopfer legte der St. Töniser Joachims Königsstellung in Trümmer und gewann die Partie.
(Brett 6) Chuong Lee – Heinrich Kusel ½ : ½
Chuong geriet schon in der Eröffnung in die Defensive. Dann produzierte sein Gegner aber einen Fehler, den Chuong zu einem taktischen Schlag nutzte. Mit einem Turm mehr hätte er nun auf Gewinn spielen können. In der Meinung, der Mannschaftskampf wäre schon gewonnen, ließ Chuong sich aber auf ein weniger konsequentes Abspiel ein, gab Material zurück, und nach einigen weiteren Ungenauigkeiten von beiden Seiten endete die Partie mit einem Remis.
(Brett 2) Andreas Wilschrey – Günter Krauhausen 0 : 1
Andreas geriet im Mittelspiel unter Druck, konnte sich daraus aber wieder befreien. Im Endspiel verkombinierte sich Andreas auf der Suche nach einem Gewinnweg, verlor eine Figur und letzten Endes, nach vergeblicher Gegenwehr, die Partie.
(Brett 1) Michael Brink – Norbert Weibes 1 : 0
Norberts Partie stand bis zum Endspiel durchgängig ausgeglichen, ein Remis schien hier das natürlichste Ergebnis. Im Bauernendspiel unternahm der St. Töniser einen letzten Gewinnversuch, Norbert reagierte mit dem falschen Zug und verlor so die letzte noch laufende Partie des Tages.
Nach dem Spiel verabschiedeten wir uns von den Gästen in aller Freundschaft – bis zum Wiedersehen in der nächsten Saison!
Für die moralische Unterstützung der Mannschaft sorgten wieder unsere Stamm-Zuschauer Ralph und Christoph.
Ein kurzes Fazit der Saison: Nachdem im letzten Sommer drei Stammspieler in die 1. Mannschaft gewechselt waren, begannen wir mit eher pessimistischen Aussichten. Doch bald stellte sich der alte Kampfgeist wieder ein, und nach dem Jahreswechsel schafften wir drei Mannschaftssiege in Serie. Im letzten Spiel fehlte ein halber Brettpunkt, um den Überraschungserfolg vom Vorjahr zu wiederholen; statt Platz 4 in der Abschlußtabelle wurde es diesmal „nur” Platz 5. An den vorderen Brettern hatten wir erwartungsgemäß einen schweren Stand, dafür konnten wir an den hinteren Brettern gut punkten. Reinhold und Chuong holten die meisten Brettpunkte, und Edelreservist Paul blieb wieder einmal ungeschlagen.
So kann es also weitergehen – auf Wiedersehen in der nächsten Saison! ![]()
Christoph Hollender
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Stand: 4. Mai 2010