

6. Spieltag (11. 4. 2010)
SG Nettetal II – Concordia Viersen II 3½ : 4½
Am sechsten Spieltag der Bezirksklasse war unsere zweite Mannschaft zu Gast in Nettetal. Im Ausweichquartier im Hinsbecker Jugendheim endeten zwei Siegesserien: die unseres erfolgreichsten Punktesammlers Chuong und die der Nettetaler Mannschaft.
In unserer Mannschaft spielte wieder Paul Küllertz statt Wilfried Rahn; da Norbert Weibes sich kurzfristig krankmeldete, rückte außerdem Joachim Schmäck nach. Auch die Nettetaler mußten zwei Stammspieler ersetzen, dafür spielten Jugendtrainer Dr. Lubberich und die Jugendliche Svenja Henkel.
Wir hatten die stärkeren Reservisten an den hinteren Brettern, das war ein Grundstein für unseren Mannschaftserfolg. Die Spitzenbretter gingen an die Gastgeber, während wir in der „Mittelkette” die entscheidenden Punkte holten, weil wir in einigen wechselvollen Partien ein paar Fehler weniger machten und vielleicht ein Quentchen mehr Glück hatten.
(Brett 6) Dr. Horst Jürgens – Harald Brando 0 : 1
Der erste Punkt im heutigen Mannschaftskampf ging an Harald, der damit zugleich seinen ersten Saisonsieg erzielte. Harald erreichte im Mittelspiel einen kleinen Stellungsvorteil. Daraufhin opferte der Nettetaler Spieler einen Bauern, um Angriffswege zu öffnen. Harald entschied die Partie aber für sich, indem er einen unzureichend gedeckten Turm schlug.
(Brett 7) Paul Küllertz – Dr. Alfred Lubberich 1 : 0
Paul spielte von Beginn an auf Angriff. Sein Gegner verteidigte sich geschickt, brauchte dafür aber zuviel Zeit, so daß Paul nach ca. 30 Zügen durch Zeitüberschreitung gewann.
(Brett 5) Chuong Lee – Eckehard Dombrowe 0 : 1
Chuong setzte mit einem frühen Bauernraub auf h7 die Zeichen auf Angriff. Im nächsten Akt der Partie belagerte und eroberte er einen zweiten schwarzen Bauern. Danach vermied er den Damentausch und ließ zu, daß die schwarzen Figuren in seine Stellung vorrückten. Während seine Schwerfiguren am Damenflügel standen, geriet Chuong am Königsflügel in ein Mattnetz.
(Brett 4) Heinz Toubartz – Reinhold Schneider 0 : 1
Reinhold suchte im Mittelspiel aktive Chancen, konnte aber keinen Vorteil erreichen. Im Endspiel gab sein Gegner einen Bauern ab, um Reinholds Bauernstellung zu zersplittern. Die ungleichgewichtige Stellung nutzte Reinhold nun korrekt aus, ließ es auf ein „Freibauern-Wettrennen” ankommen und brachte seinen Bauern zwei Züge schneller ins Ziel.
(Brett 8) Svenja Henkel – Joachim Schmäck 0 : 1
Joachim ließ es gegen seine jugendliche Gegnerin zunächst ruhig angehen. Im Mittelspiel baute er allmählich Druck auf, nach dem Damentausch gewann er einen ersten Bauern. Im Endspiel brachen dann alle Dämme und er vergrößerte Zug um Zug seinen Materialvorteil. Da seine Gegenspielerin die hoffnungslose Partie nicht aufgab, wandelte Joachim nach und nach fünf Bauern zur Dame um, bevor er Matt setzte.
(Brett 1) Andreas Wilschrey – Johann Glasunov 0 : 1
Andreas spielte eine scharf angelegte Partie mit entgegengesetzten Rochaden. Ein schwarzer Freibauer und zwei allzu agile Leichtfiguren brachten ihn in Bedrängnis und schließlich in materiellen Nachteil, mit einem eigenen Freibauer hatte Andreas aber Gegenchancen. Doch nach dem 40. Zug erwiesen die schwarze Stellung und der Nettetaler Spieler sich als stärker.
(Brett 3) Herbert Caumanns – Wilhelm Schmitz ½ : ½
Herberts Partie stand lange Zeit ausgeglichen. Sein Gegner wich dem Remis jedoch aus und gab lieber einen Bauern ab. Der zweite Bauer, den Herbert danach schlug, war allerdings „vergiftet” und kostete letztlich einen Läufer. Nun spekulierte der Nettetaler Spieler auf ein Grundreihenmatt und gab dafür die Mehrfigur wieder ab, übersah aber, daß Herberts Läufer das Einschlagsfeld auf der Grundreihe deckte. Mit zwei Mehrbauern und einer sicheren Stellung bot Herbert daraufhin beim Stand von 4 : 2 für uns Remis an, was sein Gegner schlecht ablehnen konnte.
(Brett 2) Malte Thodam – Jürgen Cohnen 1 : 0
Jürgens Partie kam nur langsam in die Gänge und war am Ende die letzte, die noch lief. Nach verhaltenem Beginn mußte Jürgen sich schließlich am Königsflügel verteidigen, was ihm lange Zeit recht gut gelang. In beiderseitiger Zeitnot übersah er aber ein Angriffsmanöver und gab auf, weil er entscheidendes Material verlor.
Der Sieg, den vorher kaum einer erwartet hatte, war es wert und wurde anschließend nach der Rückfahrt nach Viersen noch mit Bier und Capuccino begossen. Mit dem Erfolg verteidigte die Mannschaft ihren guten 4. Tabellenplatz und hat sich sicher im oberen Mittelfeld der Bezirksklasse etabliert.
In den Zuschauerreihen drängten sich heute die Dauergäste Christoph (zugleich als Mannschaftsführer) und Ralph. ![]()
Das letzte Saisonspiel der 2. Mannschaft ist am 2. Mai ein Heimspiel gegen Springer St. Tönis III.
Christoph Hollender
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Stand: 11. April 2010