Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

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2. Mannschaft

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3. Spieltag  (6. 12. 2009)

Turm Krefeld III – Concordia Viersen II   4½ : 3½
 

Knappe Niederlage gegen den Tabellenführer

Am heutigen Sonntag spielte unsere zweite Mannschaft wieder auswärts in Krefeld, diesmal als Gast der 3. Mannschaft von Turm Krefeld.

Bei uns spielte wieder Fritz Alsdorf am 8. Brett; auch die Gastgeber stellten am hinterten Brett einen Ersatzmann aus ihrer Kreisliga-Mannschaft auf.

Gegen den Tabellenführer und Aufstiegskandidaten waren wir klarer Außenseiter. Trotzdem gingen wir durch einen Sieg von Chuong früh in Führung, konnten danach den Kampf lange offen halten und unterlagen am Ende nur knapp.

(Brett 1)   Norbert Weibes – Heiko Bräunig   ½ : ½
Norbert spielte zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder an Brett 1 und machte seine Sache gut. Im 15. Zug schlug er auf h7 ein (Kommentar eines Zuschauers aus der Krefelder 1. Mannschaft: „Auf eine solche Gelegenheit warte ich seit Jahren!”) und zwang der schwarzen König hinaus ins Offene. Letztlich konnte der Krefelder Spitzenspieler seine Stellung aber konsolidieren, mit Turm und Bauer gegen zwei Leichtfiguren war auch das Material einigermaßen ausgeglichen, und ein starker schwarzer Zentralspringer behinderte weitere Angriffsversuche. Nach knapp vier Stunden Spielzeit bot der Krefelder Spieler Remis an, und Norbert nahm nach kurzem Überlegen an.

(Brett 2)   Olaf Feierabend – Andreas Wilschrey   ½ : ½
Andreas verfolgte einen eigenwilligen Angriffsplan am Damenflügel, der nach der Partie Anlaß zu ausführlichen Analysen zusammen mit einigen stärkeren Spielern gab. In der Partie, wo beide Spieler vielleicht nicht die beste Fortsetzung fanden, führte dieser Plan zu keinem entscheidenden Vorteil, auch ein Schwenk zum Königsflügel brachte nicht mehr ein. Schließlich bot Andreas in einer Stellung, die noch einige taktische Möglichkeiten zuließ, Remis an, und sein Gegner akzeptierte.

(Brett 3)   Jürgen Cohnen – Hans Schlickum   0 : 1
Jürgen und sein Gegner spielten die ersten 15-20 Züge sehr langsam, wobei die Stellung immer ausgeglichen blieb. Bei knapper werdender Bedenkzeit begann der Krefelder Spieler in Schnellschach-Manier zu spielen, wovon Jürgen sich anstecken und irritieren ließ. Nach einem Generalabtausch hatte er im Endspiel mit Turm und Springer die schlechtere Bauernstruktur, übersah die einzige Möglichkeit zu aktivem Gegenspiel und ließ sich in eine passive Stellung drängen. Wenige Züge später verlor Jürgen einen wichtigen Bauern und gab entnervt auf.

(Brett 4)   Bernd Sievers – Herbert Caumanns   ½ : ½
Die Partie endete mit einem frühen, kuriosen Remis. Nach Herberts Remisangebot wartete der Krefelder Spieler über eine Viertelstunde auf die Möglichkeit, seinen Mannschaftsführer zu befragen, machte in der Wartezeit einen fragwürdigen Zug und erkundigte sich dann bei Herbert, ob das Remisangebot immer noch gelte. Herbert war großzügig.

(Brett 5)   Reinhold Schneider – Marcus Frenzel   ½ : ½
Reinhold geriet in einer Partie mit entgegengesetzten Rochaden am Königsflügel unter Druck und opferte eine Qualität gegen einen Bauern, um sich daraus zu befreien. Im weiteren Verlauf suchte er Gegenspiel am Damenflügel, das aber auch nichts einbrachte; im Gegenteil wurden Reinholds vorgerückte Bauern dadurch eher schwach. Bei beiderseits knapper Bedenkzeit (11 bzw. 6 Minuten für mehr als 10 Züge) machte der Krefelder Spieler ein Remisangebot, das Reinhold in schlechterer Stellung kaum ablehnen konnte.

(Brett 6)   Siegfried Frenzel – Chuong Lee   0 : 1
Chuong gewann geradezu rekordverdächtig schnell: Nach nur 25 Minuten setzte er im 14. Zug seinen Gegner mit De1 matt.

(Brett 7)   Harald Brando – Peter Arning   0 : 1
Haralds Partie wandelte sich in der Eröffnung von Caro-Kann zu einer Französisch-ähnlichen Struktur, wobei Harald auf dem Zentralfeld d4 unter Druck kam. Dieses Problem konnte Harald lösen. Doch später reagierte er einen Zug zu langsam auf einen Vorstoß, was ihn einen Läufer kostete. Danach kam Harald nicht mehr ins Spiel zurück.

(Brett 8)   Michael Geihe – Fritz Alsdorf   ½ : ½
Fritz spielte in der Eröffnung ein Gambit, das ihm lang anhaltenden Druck verschaffte. Sein Gegner reagierte darauf mit einer beschleunigten Abwicklung ins Endspiel. Im Endspiel verschaffte Fritz sich einen Freibauern, den er im Tausch gegen zwei weiße Bauern abgab, um das materielle Gleichgewicht wieder herzustellen. Danach war die Partie klar remis.

Das Endergebnis von 3½ : 4½ gegen den Tabellenführer bezeugt eine achtbare Leistung. Für unsere Mannschaft war es die dritte Niederlage im dritten Spiel, aber damit haben wir den schwersten Teil der Saison hinter uns. In den kommenden Spielen gilt es, gegen unmittelbare Konkurrenten zu punkten.

In den Zuschauerreihen waren die Gastgeber diesmal in der Mehrheit. Von uns waren Michael und Christoph dabei.

Das nächste Spiel der 2. Mannschaft ist am 24. Januar 2010 ein Heimspiel gegen Turm Krefeld IV.

Christoph Hollender

 

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Stand: 6. Dezember 2009