Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

1. Mannschaft

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4. Spieltag  (11. 12. 2011)

Sfr. Süchteln I - Concordia Viersen I   2½ : 5½
 

Zu Beginn begrüßte der Süchtelner Mannschaftsführer Hubert Thevessen beide Teams zum „ungefähr hundertdreißigsten” Lokalderby. Die Zahl kann eigentlich nicht stimmen, so alt ist unsere Abteilung noch gar nicht. Vielleicht habe ich mich auch verhört. Egal, Viersen gegen Süchteln – oder umgekehrt – ist jedenfalls ein Klassiker.

Beim heutigen Klassiker in Süchteln spielten wir wieder in einer Aufstellung mit dem vierfachen Michael: Michael Hartges vertrat Ralph Bemba. Die Gastgeber traten, wie fast immer, in Stammbesetzung an.

Nach dem Abtasten in der Eröffnungsphase zeichneten sich früh die ersten Ergebnisse ab, die dann auch nach weniger als zwei Stunden Spielzeit feststanden.

(Brett 6)   Clemens Wisny – Michael Oehlers   0 : 1
Im vorigen Spiel hatte Michael den letzten Punkt gemacht, heute machte er den ersten. Im frühen Mittelspiel nutzte er einige Ungenauigkeiten seines Gegners, um ihn in eine sehr defensive Stellung zu drängen. Bald darauf gewann Michael eine Figur. Sein Gegner versuchte noch, mit einigen verwegenen Zügen auf Alles oder Nichts zu spielen, dann war es schon vorbei.

(Brett 7)   Wilfried Rahn – Heinz-Jürgen Ewel   1 : 0
Wilfried erhöhte auf 2 : 0. Bei einem Schlagabtauch mit Öffnung des Zentrums gewann er einen Läufer gegen einen Bauern. Zwar gab er später einen zweiten Bauern ab, doch als sein Gegner auch noch einen dritten Bauern gewinnen wollte und dazu die g-Linie vor dem König öffnete, fand Wilfried ein dreizügiges Matt nebst Damengewinn.

(Brett 4)   Hans-Joachim Runkel – Michael Gerndorf   0 : 1
Michael kam aus der Eröffnung heraus zu einer starken Drohung, die ihm bald Materialvorteil einbrachte. Nach der raschen Abwicklung ins Turm-Läufer-Endspiel kassierte er die ersten Bauern ein, brachte dann seine Figuren ins Spiel und graste weitere Bauern ab. Zwischenzeitlich hatte Michael sechs (!) Bauern mehr auf dem Brett, von denen er zwei abgab, um die übrigen gesichert nach vorne zu schieben, womit er nicht nur die Zuschauer, sondern schließlich auch seinen Gegner überzeugte.
Vor der Partie erinnerte Michael sich dunkel, daß er irgendwann schon einmal gegen Hans-Joachim Runkel gespielt hatte, wußte aber nicht mehr wann und wie. Zur Vervollständigung der Statistik: es war am 28. 10. 2005, und die Partie endete remis.

(Brett 8)   Hans-Ulrich Nelsen – Michael Hartges   ½ : ½
Angesichts der beruhigenden Führung ließ Michael es bei einem Remis bewenden. Im Mittelspiel hatte er einen positionellen Vorteil herausgespielt, ob das Leichtfiguren-Endspiel zu gewinnen war, ist allerdings fraglich. Der halbe Punkt war für die Mannschaft jedenfalls genug.

Nach zwei weiteren Punkteteilungen stand der Mannschaftssieg schon fest:

(Brett 3)   Christoph Hollender – Martin Stefkovic   ½ : ½
In meiner Partie lief es ähnlich wie bei Michael: Im Mittelspiel hatte ich eine gute Stellung, konnte daraus aber nichts Greifbares machen. Schließlich tauschte ich ab in ein Läuferendspiel und wählte eine Aufstellung mit lauter blockierten Bauern; im 60. Zug erfolgte das unvermeidliche Remis.

(Brett 5)   Egon Klaus – Hubert Thevessen   ½ : ½
Egon gewann im Mittelspiel einen und bei der Abwicklung ins Endspiel einen zweiten Bauern. Ungleichfarbige Läufer erlaubtem seinem Gegner aber, sich am Ende ins Remis zu retten.

Damit stand es 4½ : 1½ für uns. Nur zwei Partien gingen in die Zeitnotphase, und die entschieden nur noch über die Höhe des Endergebnisses.

(Brett 2)   Marius Beckers – Armin Thelen   0 : 1
Armin war von der Eröffnung an damit beschäftigt, den Aktionskreis der bewegungsfreudigen weißen Dame einzuengen, und es dauerte einige Zeit, bis er zum Gegenangriff schreiten konnte. In der beiderseitigen Zeitnot behielt Armin die bessere Übersicht, gewann erst eine Qualität gegen einen Bauern, und nach dem nächsten Fehler seines Gegners rückte er entscheidend mit dem Turm auf die weiße Grundreihe. Den Rest – Damenverlust, Matt und/oder beides – ließ der Gegner sich nicht mehr zeigen.

(Brett 1)   Michael Glinzk – Marijan Stefkovic   0 : 1
In der letzten Partie des Tages verpaßte Michael die Chance, seine Bilanz gegen Marijan Stefkovic zu verbessern. Nach einer überraschenden Eröffnungswahl befand die Partie sich lange Zeit im Gleichgewicht, und auch die Zeitnotphase überstanden beide Spieler unbeschadet. Nachdem alle übrigen Partien beendet waren und es eigentlich auf nichts mehr ankam, versuchte Michael die remisverdächtige Stellung noch zu gewinnen und lockerte dafür die Deckung seines Königs, was fatal endete.

Der Verfasser dankt Frau Nelsen herzlich für die nach-mittägliche Kaffeeversorgung !  Kaffee

Da Konkurrent Emmerich heute das Spiel in Nettetal verlor, brachte der Sieg uns zugleich die Tabellenführung ein – mindestens für eine Woche, bis zum Nachholspiel von St. Tönis gegen Kevelaer.

Das nächste Spiel der 1. Mannschaft ist am Sonntag, den 29. Januar 2012, ein Heimspiel gegen SG Nettetal I. In der darauf folgenden Woche spielen wir am Sonntag, den 5. Februar auswärts in Emmerich.

Christoph Hollender

 

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Stand: 11. Dezember 2011