

6. Spieltag (21. 2. 2010)
Schachfüchse Kempen I - Concordia Viersen I 4½ : 3½
Zum ersten Mal seit Menschengedenken (oder zum ersten Mal überhaupt, wie ein in Ehren ergrauter Kempener zu mir meinte) spielte unsere 1. Mannschaft gegen die Schachfüchse auswärts in Kempen. Und zum ersten Mal verlor sie. Denkbar knapp, denn es war ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften, die in jeder Einzelpartie auf Augenhöhe agierten. Aber am Ende hatten wir einen Brettpunkt weniger und die Kempener einen Brettpunkt mehr, und das ist irgendwie ärgerlich.
Wir spielten wieder mit Michael Hartges für Ralph Bemba; die Kempener traten in vollständiger Stammaufstellung an.
Der Mannschaftskampf ließ sich langsam an. Nach zwei Stunden war noch kein Ergebnis auszumachen; auch nach drei Stunden war der Stand mehr oder minder ausgeglichen. Erst in der Zeitnotphase kam es zu Entscheidungen.
(Brett 8) Ulli Kasper – Michael Hartges ½ : ½
Michael war der erste, der seine Partie beendete. Er hatte keine Probleme, die Offensive seines Gegners abzuwehren. Als der Pulverdampf sich verzog, waren die meisten aktiven Figuren vom Brett verschwunden, das Material ausgeglichen und die Stellung so, daß beide mit einem Remis zufrieden waren.
(Brett 7) Ingo Kraft – Bernd Roosen ½ : ½
Eine halbe Stunde später steuerte Ingo das zweite Remis bei. Seine Partie verlief in sehr ruhigen Bahnen und stand, soweit ich das sehen konnte, zu jeder Zeit völlig ausgeglichen.
(Brett 5) Frank Heinrichs – Niklas Elser ½ : ½
Frank und sein Gegner waren die einzigen, die aus der Eröffnung heraus „Feuer aufs Brett” brachten. Im Laufe der Partie entwickelte sich dann aber eine geschlossene, fest ineinander verkeilte Stellung. „Beton ist nichts dagegen”, meinte Frank, und machte folgerichtig Remis.
(Brett 4) Frank Heikaus – Egon Klaus 0 : 1
Egon gewann im Mittelspiel zwei Leichtfiguren für Turm und Bauer, konnte daraus aber keinen Vorteil schlagen. Im Gegenteil geriet er zunehmend in die Defensive. Mit nur noch wenigen Minuten auf der Uhr behielt Egon die Nerven und brachte das notwendige Figurenopfer, um die Initiative wieder an sich zu ziehen. Sein Gegner unterschätzte die Gefahr und mußte wenige Züge später aufgeben, weil er Egons Mattdrohung nicht mehr abwenden konnte.
(Brett 6) Udo Steingrobe – Michael Oehlers 1 : 0
Michael kam aus der Eröffnung mit einer passiven Stellung und hatte danach Schwierigkeiten, seine Figuren ins Spiel zu bringen. In der Zeitnotphase verlor er einen Bauern und eine Qualität. Nach dem 40. Zug gab er das hoffnungslose Endspiel auf.
(Brett 2) Sebastian Theis – Armin Thelen 1 : 0
Armin geriet im Mittelspiel in Nachteil. Seine geplante Kombination wurde vom Gegner mit einigen Zwischenzügen unterbrochen, so daß Armin einen zuvor geopferten Bauern nicht zurück bekam. Als bei beiden Spielern die Bedenkzeit knapp wurde, verlor Armin erst einen zweiten Bauern, dann weiteres Material, und gab schließlich die Partie auf.
Nach der Zeitkontrolle lagen wir also 2½ : 3½ zurück, und in den beiden verbliebenen Partien war es kaum möglich, einen Vorteil auszumachen.
(Brett 3) Christoph Hollender – Göran Barz ½ : ½
Ich laborierte zeitweilig an der verwinkelten Aufstellung meiner Figuren, löste dieses Problem aber, indem ich nach und nach Leichtfiguren und Damen abtauschte. Im resultierenden Doppelturmendspiel mit zahlreichen Bauern auf dem Brett bekam ich zwar die Initiative, doch es reichte nicht, um gegen die umsichtige Spielweise meines Gegners den Sieg zu erzwingen.
(Brett 1) Michael Glinzk – Christian Swemers ½ : ½
Michael konnte seine Initiative am Königsflügel nie voll entwickeln, weil er Gegendruck am Damenflügel abwehren mußte. In einer halbwegs geschlossenen Stellung mit viel Material auf dem Brett überstanden beide Seiten die Zeitnotphase ohne fehlzugreifen. Schließlich befand Michael, daß jeder Versuch, einseitig auf Angriff zu spielen, in einer Niederlage münden würde, und gab sich mit einem Remis zufrieden.
Das war unsere zweite Saison-Niederlage gegen einen Konkurrenten im Kampf um die vorderen Plätze. Den Rückstand gegenüber den Mannschaften aus Schiefbahn und Kempen können wir aus eigener Kraft nicht mehr aufholen. Wie schon gesagt, es ist irgendwie ärgerlich ...
Zum heutigen Spitzenspiel der Bezirksliga kamen so einige Kempener Zuschauer. Pünktlich zur Zeitnotphase erschienen auch Natascha und Tobias, die auf dem Rückweg vom Spiel der 3. Mannschaft in Kempen Station machten. ![]()
Das nächste Spiel der 1. Mannschaft ist am 21. März ein Heimspiel gegen die abstiegsgefährdete Mannschaft von DJK Kleinenbroich.
Christoph Hollender
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Stand: 21. Februar 2010