

4. Spieltag (20. 12. 2009)
Springer St. Tönis II - Concordia Viersen I 3 : 5
Schöne Bescherung!
Am letzten vorweihnachtlichen Sonntag durften wir noch einmal an die Bretter, auswärts in St. Tönis bei der Zweitvertretung des SC Springer. Der außerschachliche Teil der Bescherung fand vor und nach dem Spiel auf der Straße statt: Schon die Hinfahrt bei leichtem Schneefall stellte gewisse Herausforderungen; nachmittags nach Spielende luden dann 10 cm Neuschnee zur Fahrt ins Abenteuer. Ich hoffe, ihr seid alle gut nach Hause gekommen. ![]()
Wir spielten wieder in vollständiger Stammaufstellung. Die Gastgeber aus St. Tönis traten ebenfalls in Bestbesetzung an, mit Roland Nepsen, der sich in den letzten Jahren rar gemacht hatte, an Brett 1.
In den ersten zwei Stunden tat sich nicht viel. Die Partien entwickelten sich teils schneller, teils ruhiger, aber immer im ausgeglichenen Bereich. Nach etwa zweieinhalb Stunden neigten Ralphs und Ingos Stellungen sich bedenklich, dafür hatten Frank und Michael Oehlers Initiative. Erste Remis-Angebote wurden (noch) abgelehnt. Nach knapp drei Stunden gab es dann die ersten Ergebnisse:
(Brett 1) Michael Glinzk – Roland Nepsen ½ : ½
Den ersten Punkt des Tages teilten sich Michael Glinzk und Roland Nepsen am ersten Brett. Michael war zwischenzeitlich am Damenflügel unter Druck gekommen und sein Läufer schien nicht wirklich gut entwickelt, doch er hielt die Stellung ausgeglichen und bewahrte sich Gegenchancen. Nachdem einiges Material abgetauscht war und ein Endspiel mit Damen, Läufer und reichlich Bauern auf dem Brett blieb, war ein Remis die logische Folge.
(Brett 8) Frank Drießen – Ingo Kraft ½ : ½
Wenig später vermeldete auch Ingo ein Remis. Er war im Begriff, einen zuvor verlorenen Bauern zurückzuerobern. In dem resultierenden Schwerfigurenendspiel verfügte keine Seite über nennenswerten Vorteil.
(Brett 6) Erich Hilgers – Frank Heinrichs ½ : ½
Auch Franks Partie endete Remis. In einer weitgehend geschlossenen Stellung ging Frank am Königsflügel zum Angriff vor, schaffte aber keinen Durchbruch. Ein erstes Remisangebot lehnte er ab. Nach dem erzwungenen Damentausch war aber die Luft raus, und wenige Züge später willigte Frank in die Punkteteilung ein.
(Brett 4) Jürgen Cablitz – Ralph Bemba 1 : 0
Kurz danach war es um Ralphs Partie geschehen. Ralph hatte im Mittelspiel einen Bauern verloren, aber er verteidigte sich zäh und konnte die Stellung ein Stück weit verflachen. Bei knapper Bedenkzeit unterlief ihm dann doch der entscheidende Fehler: Er verstellte seinem Springer das notwendigte Fluchtfeld, verlor die Figur und gab dann sofort auf.
Damit waren wir zur „Halbzeit” des Mannschaftskampfs in Rückstand geraten. Doch nicht für lange. In der folgenden Zeitnotphase konnten wir in mehreren Partien gleichzeitig das Ruder herumreißen:
(Brett 5) Egon Klaus – Michael Schlenger 1 : 0
Egon besetzte mit seinen Türmen die einzige offene Linie und drang tief in die gegnerische Stellung ein. Sein Angriff brachte ihm einen klaren materiellen Vorteil ein. In aussichtsloser Stellung und kurz vor der Zeitüberschreitung gab Egons Gegner die Partie auf.
(Brett 2) Roland Plaumann – Armin Thelen 0 : 1
Ähnlich ging es in Armins Partie: In beiderseitiger Zeitnot gewann Armin eine Qualität und schlug einen wichtigen Bauern aus der weißen Front am Damenflügel heraus. Mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr und noch 6 Zügen bis zur Zeitkontrolle gab der St. Töniser Spieler die Partie auf.
(Brett 3) Christoph Hollender – Walter Lautenbach 1 : 0
Ich geriet im Mittelspiel ein wenig in die Defensive. Als die schwarze Dame auf meiner 2. Reihe auftauchte, hatte ich aber die richtige Antwort parat und übernahm wieder die Initiative. Mein Gegner gab einen Bauern, um im Endspiel eine aktive Figurenstellung zu behalten. In meiner Zeitnot öffnete er unvorsichtig seine Königsstellung, was ich nach der Zeitkontrolle nutzte: ich gewann einen weiteren Bauern, tauschte die Damen und brachte das Turmendspiel sicher zu Ende.
(Brett 7) Michael Oehlers – Artur Henzel ½ : ½
Michaels Partie bot noch ein interessantes Endspiel. Nachdem alle Schwerfiguren abgetauscht waren, eroberte Michael einen Mehrbauern und machte sich dann daran, diesen Vorteil langsam und geduldig zu verwerten. Als der Mannschaftskampf entschieden war, beschied Michael sich dann doch mit Remis zugunsten einer früheren Heimfahrt.
Unterm Strich bleibt ein zufriedenstellendes Ergebnis. Mit dem Sieg sind wir weiter im Rennen um die vorderen Tabellenplätze.
In den Zuschauerreihen waren heute – wen wundert´s? – fast nur St. Töniser; von uns war nur Natascha dabei, die sich nebenher vorbildlich um den Kaffee verdient machte. Danke!
Das nächste Spiel der 1. Mannschaft ist am 31. Januar ein Heimspiel gegen Schachfreunde Erkelenz II.
Christoph Hollender
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Stand: 20. Dezember 2009