

3. Spieltag (22. 11. 2009)
Concordia Viersen I - Emmericher SC I 5½ : 2½
Am 3. Spieltag der Bezirksliga hatten wir zum ersten Mal in dieser Saison Heimrecht. Zu Gast war die 1. Mannschaft des Emmericher SC.
Vor diesem Spiel standen beide Mannschaften unter Erfolgsdruck. Für uns ging es um Wiedergutmachung nach der (eigentlich nicht nötigen) Niederlage in Schiefbahn. Die Emmericher waren sogar mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet.
Während wir diesmal in Stammbesetzung antraten, fehlten in der verjüngten Emmericher Mannschaft zwei der stärksten Spieler, für die zwei Ersatzspieler nachrückten.
(Brett 8) Ingo Kraft – Helge Röhrig 1 : 0
Bei Ingo lief alles denkbar gut. Schon nach 10 Zügen hatte er eine Figur mehr auf dem Brett. Sein Gegner ließ sich auf weitere Vereinfachungen ein, Ingo kassierte noch ein paar Bauern und machte im Endspiel alles klar. Nach wenig mehr als einer Stunde war die Partie beendet.
(Brett 7) Kristoffer Kerkhoff – Michael Oehlers 1 : 0
Bei Michael lief irgendetwas schief. Nach einem nicht ganz gleichmäßigen Generalabtausch hatte er im Endspiel zwei Bauern mehr, aber einen Turm weniger auf dem Brett und gab auf.
An den übrigen Brettern tat sich vor der Zeitnotphase nichts Entscheidendes. Michael stand unklar und ein wenig unangenehm, von Armins Stellung verstand ich nichts, ich geriet unter Druck und verlor einen Bauern, am Nebenbrett machte Ralph Druck und gewann einen Bauern, Egon und Frank suchten nach vorteilbringendem Angriff.
In der Zeitnot fielen dann einige (Vor-) Entscheidungen: Ich geriet in ein schlechtes Endspiel mit einem, später zwei Minusbauern. Egon gewann eine Figur gegen einen Bauern. Auf Ralphs Brett wurde das Material reduziert und Ralph behielt einen hübschen zentralen Freibauern. Michael bekam eine Qualität gegen einen Bauern und stand danach angenehmer, der Ausgang der Partie war aber immer noch unklar. Armin gelang der entscheidende Einbruch in die gegnerische Stellung. Nur in Franks Partie änderte sich nichts Wesentliches.
(Brett 2) Armin Thelen – Jürgen Bramkamp 1 : 0
Armin bekam im Mittelspiel eine Qualität; in einer Stellung mit beiderseitigen Angriffschancen war aber schwer auszuloten, was der Materialvorteil bedeutete. Die Zeitnot begann in dieser Partie schon bald nach dem 20. Zug. Armin, mit dem größeren Zeitpolster, behielt den besseren Überblick und postierte seine Figuren erfolgreich, um auf zwei geöffneten Linien tief einzudringen. Mit dem 40. Zug hatte der Emmericher Spieler die Zeitkontrolle geschafft, seine Stellung war aber eine Ruine, und er gab danach auf.
(Brett 4) Ralph Bemba – Hans-Joachim Heimer 1 : 0
Ralph gewann im Mittelspiel mit einem Zentrumsangriff einen Bauern. Diesen Materialvorteil behielt er, als vor der Zeitkontrolle viel Material abgetauscht und beiderseits der Damenflügel völlig leergeräumt wurde. Kurz danach gab der Emmericher Spieler im Endspiel eine Figur für Ralphs Freibauer (warum habe ich nicht verstanden). Ralph spielte darauf sehr langsam und sorgfältig weiter und gewann wenige Züge später.
(Brett 6) Frank Heinrichs – Rüdiger Wilbrand ½ : ½
Frank stand im Zentrum unter Druck, hatte dafür Angriff am Königsflügel. Beide Spieler parierten die gegenseitigen Drohungen, so daß die Stellung immer im Gleichgewicht blieb. Vor der Zeitkontrolle lehnte Frank ein Remisangebot ab. Als wir klar in Führung lagen, bot Frank dann seinerseits Remis an.
(Brett 5) Rene Berntsen – Egon Klaus 0 : 1
Egon machte den Matchpunkt für uns. Er gewann in der Zeitnot seines Gegners eine Figur gegen einen Bauern, platzierte dann aber im Endspiel mit Springer + 5 Bauern gegen 6 Bauern seinen Springer so unglücklich, daß kein schneller Gewinnweg zu finden war. Schließlich fand Egon doch noch einen Weg, um die geschlossene Bauernstruktur aufzubrechen und mit der Mehrfigur zum Sieg zu kommen.
(Brett 3) Wilfried Binnendijk – Christoph Hollender 1 : 0
Ich geriet im Mittelspiel unter Druck, verlor einen Bauern am Damenflügel und fand nichts besseres als die Abwicklung in ein Endspiel mit einem Minusbauern. Das Endspiel wurde von beiden Seiten nicht gnz korrekt behandelt. So verlor ich einen weiteren Bauern, erhielt im Turmendspiel mit zwei Minusbauern noch mal die Chance zu einem Remis, nutzte sie aber nicht.
(Brett 1) Henk Karssen – Michael Glinzk 0 : 1
Michael stand im Mittelspiel zeitweise unangenehm, nach der Zeitkontrolle mit leichtem Materialvorteil dann etwas angenehmer. Als der Mannschaftskampf entschieden war, setzten beide Spieler die immer noch spannende Partie fort. Schließlich wickelten sie in ein Endspiel mit Turm + 3 Bauern gegen Läufer + 4 Bauern ab, das Michael nach knapp 6 Stunden Spielzeit am Ende gewann.
Fazit: Die Mannschaft orientiert sich wieder nach oben, Michael bleibt unser Top-Scorer, und ich bleibe der einzige mit einer negativen Bilanz.
Aus der „Fankurve” grüßen Natascha, Joachim, Dieter, Herbert und Reinhold. – Danke an Natascha für die Fotos! ![]()
Das nächste Spiel der 1. Mannschaft ist am 20. Dezember ein Auswärtsspiel bei Springer St. Tönis II.
Christoph Hollender
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Stand: 22. November 2009