

1. Spieltag (20. 9. 2009)
SC Kevelaer II - Concordia Viersen I 3½ : 4½
Zum Saisonauftakt ging es nach Kevelaer, in die Gaststätte „Einhorn”, einst Schauplatz legendärer Blitzturniere. Auf der Anreise wurden wir teils weniger, teils mehr vom Nebel ausgebremst. Wilfried kam Punkt 10 Uhr auf dem Parkplatz an, Michael kurz nach ihm, Egon 10 Minuten später. Danke an die Gastgeber, die darauf mit Geduld reagierten.
Die äußeren Umstände waren heute nicht vom besten. Weil der kleine Saal anderweitig vergeben war, mußten wir auf zwei getrennte Räume in der Kegelbahn ausweichen. Die Geburtstagsfeier, der wir Platz machten, fand unterdessen ihren Höhepunkt, als – wir steuerten gerade auf die Zeitnotphase zu – ein klimperndes Kind das Klavier fand.
Aber ich will ja nichts sagen. Es ist noch mal gut gegangen – das war anscheinend unser das Motto des Tages. Dabei fing es zunächst gut an:
(Brett 5) Egon Klaus – Michael Horst 1 : 0
Egon kam als letzter und war als erster fertig. Mit einem Läuferopfer zerlegte er die gegnerische Königsstellung und trieb den schwarzen Monarchen bald zur Aufgabe. Die ganze Partie dauerte kaum mehr als eine Stunde.
(Brett 8) Franz Verheyen – Wilfried Rahn ½ : ½
In Wilfrieds Partie ging nachder Eröffnung irgendetwas schief, zwischenzeitlich stand er schwer unter Druck. Doch sein Gegner fand keine Mittel, dies auszunutzen, und Wilfried konnte seine Stellung wieder stabilisieren. Als er die Gelegenheit erhielt, Remis durch dreifache Stellungswiederholung zu machen, nahm er gerne an.
(Brett 6) Michael Rütten – Michael Oehlers ½ : ½
Michaels Stellung hatte schon bald Endspiel-ähnlichen Charakter. Wegen der schlechteren Bauernstruktur hatte Michael keine aktiven Möglichkeiten, aber das Remis verteidigte er sicher.
(Brett 7) Ingo Kraft – Eberhard Horlemann 0 : 1
Für Ingo ging es heute leider nicht gut. Solange ich die Partie beobachtete, schien mir die Stellung ausgeglichen. Doch mit einem Figuren-Einsteller brachte Ingo sich um alle Chancen und schenkte den Gastgebern ihren ersten und einzigen vollen Punkt an diesem Tag.
(Brett 1) Michael Glinzk – Herbert Dohmes 1 : 0
Michael opferte im Mittelspiel seinen d-Bauern, um Angriff auf die schwarze Königsstellung zu bekommen, kam damit aber nicht durch. Ein vorgepreschter schwarzer Springer auf g3, dem der Rückweg abgeschnitten war, verkomplizierte die Stellung noch mehr. Die Entscheidung fiel dann in der beiderseitigen Zeitnot, als der Kevelaerer für einen versuchten Königsangriff die Stellung öffnete und Michael mit einem Damenschach einen ganzen Turm gewann.
(Brett 2) Richard Valenta – Armin Thelen ½ : ½
Armin mußte im Mittelspiel zunächst die Bauernstruktur umsortieren, bevor es ihm gelang, seine Türme auf der 2. Reihe zu platzieren. Sein Gegner fand jedoch die einzige Möglichkeit, mit einem Gegenstoß im Zentrum das Spiel offen zu halten. Als ein gedeckter weißer Freibauer bis auf die 7. Reihe kam, blieb Armin nichts besseres als Remis zu machen.
(Brett 3) Christoph Hollender – Stefan Simons ½ : ½
In der Eröffnung experimentierten mein Gegner und ich mit uns beiden unbekannten Varianten, mit dem Ergebnis, daß ich nach 11 Zügen einen Bauern abgab, im 12. Zug meinen Springer schlecht postierte und danach einige Sorgen zu durchstehen hatte. Das Mittelspiel und die beiderseitige Zeitnot vor dem 40. Zug brachten keine Entscheidung. Danach steuerte ich im Endspiel mit Dame und Läufer gezielter das Remis an, das ich nach ca. 80-90 Zügen – den Schluß in beiderseitiger Zeitnot heruntergeblitzt – schließlich rettete.
(Brett 4) Herbert Holtappels – Ralph Bemba ½ : ½
Ralph kam ordentlich aus der Eröffnung, spielte dann mehr auf Sicherheit, statt seine Angriffsmöglichkeiten zu forcieren. Die Zeitnotphase vor dem 40. Zug überstand er mit etwas Glück, hatte danach aber ein schwieriges Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und einem Minusbauern. Erst in der zweiten Zeitnotphase gewann Ralph den Bauern zurück, woraufhin sein Gegner ins Remis einwilligte.
Zum Saisonstart gegen den Aufsteiger aus Kevelaer hatten wir uns eigentlich mehr vorgenommen als nur einen knappen Sieg. Ein erstes Fazit: Spielerisch blieben wir heute hinter unseren Möglichkeiten zurück. Mit Kampfgeist und mannschaftlicher Geschlossenheit haben wir am Ende doch noch den Erfolg erreicht.
Danke an Natascha fürs Mitkommen und für die moralische Unterstützung. ![]()
Das nächste Spiel der 1. Mannschaft ist am 25. Oktober, ein Auswärtsspiel bei unserem Nachbarverein Turm Schiefbahn.
Christoph Hollender
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Stand: 20. September 2009