Schachabteilung SV Blau-Weiß Concordia Viersen

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1. Mannschaft

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8. Spieltag  (16. 5. 2004)

SK Meerbusch I - Concordia Viersen I   3½ : 4½
 

Das Auswärtsspiel beim Bezirksliga-Absteiger SK Meerbusch war fraglos unser bislang schwerstes Spiel der Saison. Die Meerbuscher, vor dem Spiel mit 2 Punkten Rückstand Tabellenzweiter hinter uns, wollten den direkten Wiederaufstieg unter Dach und Fach bringen und traten in bester Besetzung an. Bei uns fehlten dagegen drei Stammspieler (Michael Glinzk, Dietmar Küllertz und Michael Oehlers). Trotzdem war ich vor dem Spiel zuversichtlich, daß wir eine faire Chance hatten, wenigstens ein 4 : 4 zu holen und damit die Tabellenführung zu verteidigen.

Dabei begann es nicht so gut, und das war meine eigene Schuld ...

Brett 3: Hollender - Radmacher, F.   0 : 1
Meine erfolgreiche Serie in der Mannschaft ging abrupt zu Ende. Nach einer falsch berechneten Kombination hatte ich schon nach 13 Zügen eine Figur weniger. Danach spielte ich noch weiter, bekam aber kein nennenswertes Gegenspiel mehr. Der Rest war für meinen Gegner reine Formsache.

Brett 8: Schröder - Weibes   1 : 0
Norbert kam mit einer brauchbaren Stellung aus der Eröffnung, wurde dann im Mittelspiel aber immer mehr zurückgedrängt. Ab dem 25. Zug geriet er zudem in große Zeitnot und fand schließlich keine Mittel mehr, den Angriff der gegnerischen Schwerfiguren auf seinen schlecht geschützten König abzuwehren.

Brett 5: Samek - Heidrich   1 : 0
Angesichts des ungünstigen Mannschaftsstands beschloß Thomas im Mittelspiel, er müsse auf Sieg spielen. Eine kluge Entscheidung ! So bot er dem Gegner eine Kombination an, die für den Schwarzen zunächst optisch gut aussah, an deren Ende Thomas aber eine Qualität mehr und druckvolles Spiel am Damenflügel hatte. Als Thomas etwas später mit einem Abzugsschach auch noch einen Turm erobern konnte, hatte er die Partie gewonnen.

Brett 4: Liesenfeld - Heinrichs   0 : 1
Frank mußte zunächst einen gegnerischen Bauernvorstoß auf breiter Front abwehren. Nachdem der Gegner aber auf ein riskantes Figurenopfer verzichtete und sich zurückzog, holte Frank zum Gegenschlag aus, gewann einen Bauern und besetzte die geöffnete e-Linie. Mit einem gut kalkulieren Springeropfer - den Springer gewann er wenige Züge später zurück - manövrierte er die gegnerische Dame ins Abseits und setzte gleichzeitig zum Angriff auf den ungeschützten König an. Dieser Angriff führte dann auch bald zum Partiegewinn. Nur mit großem Materialverlust hätte der Gegner das Matt verhindern können, und so gab er auf.

Brett 7: Kaiser - Salger   ½ : ½
Jonas konzentrierte seine Figuren schon früh zum Angriff auf den gegnerischen Königsflügel, konnte aber die gut gestaffelte schwarze Verteidigung nicht überwinden. Erst am Ende des Mittelspiels gewann er einen Bauern. Da es aber so aussah, daß er den Bauernvorteil im Endspiel nicht halten konnte, entschied er sich beim Mannschaftsstand von 2 : 2 und der Aussicht, daß Egon und Georg zusammen mindestens 1½ Punkte holen würden, zum Remis durch Zugwiederholung.

Brett 2: Fischer - Klaus   0 : 1
Egon gewann sehr früh zwei Mehrbauern am Damenflügel. Durch ein inkorrektes Figurenopfer des Gegners vergrößerte er seinen Materialvorteil. Danach spielte Egon jedoch zu optimistisch - beim Vorstoß seines ungedeckten Turms mitten ins feindliche Lager übersah er ein Abzugsschach und verlor dadurch seinen Materialvorteil. Das Endspiel sah danach remisverdächtig aus. Doch Egon konnte noch einmal seinen Gegner in eine Falle locken und mit der Drohung eines Grundlinienmatts erneut Material erbeuten. Danach war die Stellung gewonnen; den Rest ließ der Meerbuscher sich nicht mehr zeigen.

Brett 1: Thelen - Radmacher, B.   0 : 1
Armin stand gegen den Meerbuscher Spitzenspieler nach der Eröffnung nicht schlecht. Nach einem Generalabtausch blieben ihm aber die schlechter positionierten Figuren, was auf dem Damenflügel zwei Bauern kostete. Dennoch konnte er mit einem Gegenangriff auf dem Königsflügel noch einmal Gefahr erzeugen. In beiderseitiger Zeitnot übersah Armin leider die Möglichkeit, Remis durch Dauerschach zu erzwingen. Danach entschied der gegnerische Materialvorteil, und nach der Zeitkontrolle gab Armin auf.

Brett 6: Nierth - Windhausen   0 : 1
Mit einem Figurenangriff auf den unterentwickelten gegnerischen Königsflügel gewann Georg im Mittelspiel zwei Bauern. Einen davon mußte er am Anfang des Endspiels zurückgeben. Den anderen - einen Freibauern auf der g-Linie - im Turmendspiel zu verwerten, war eine schwierige Aufgabe, die Georg aber mit umsichtigem Spiel (und unter den Augen vieler Zuschauer) erfolgreich meisterte.

So gab es am Ende einen knappen 4½ : 3½-Sieg für uns. Damit sind wir weiterhin verlustpunktfrei Tabellenführer der Bezirksklasse !


Das letzte Spiel der Saison ist am 20. Juni, ein Auswärtsspiel bei den Sfr. Süchteln.

Die Süchtelner sind mit 3 Punkten Rückstand Tabellenzweiter und die einzige Mannschaft, die uns den Aufstieg noch streitig machen kann. Mit einem Sieg können wir die ideale Bilanz von 9 Siegen aus 9 Spielen erreichen !

Christoph Hollender

 

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Stand: 17. Mai 2004